archiv für den monat mai 2006

sommerliche kälte.

mittwoch, den 31. mai 2006

ich friere. 5 grad draussen. hier drinnen sollen’s 19 sein, aber das glaube ich nicht. es ist saukalt. ich friere extrem ungern. so denkt’s sich’s sehr schlecht. und ich sollte arbeiten, sprich denken. nicht gerade motivierend. immerhin habe ich meinen winterschal aus wolle gefunden. alle anderen warmen sachen sind nicht hier, vorläufig, da ja sommer (?) ist und aus platzmangel. projekt: noch eine tasse heissen tee trinken. und irgendwie anfangen zu schreiben.

p.s. (11:33) es hilft alles nicht. kälte macht schläfrig. und lässt die gedanken tagträumerisch abschweifen. eine knappe seite geschrieben. viel zu wenig. fahre an die uni, da ist es wohl wärmer und mache da was anderes sinnvolles. oder auch nicht. jedenfalls friere ich da nicht. kann ja auch am abend oder morgen oder übermorgen weiterschreiben…

flatternde vorhänge in rot.

dienstag, den 30. mai 2006

die szene im film in the mood for love mit den flatternden roten vorhängen im hotelflur. wunderschön. die wehmut der liebe flattert wartend.

seine lieblingsszene. ein lieblinsfilm von beiden. er war nicht da.

ich schon. mit den gedanken woanders, nicht bei ihm.

die schönheit des lebens, so schön, dass es weh tut, so wie in dem film, diese unerfülltheit der liebe und des glücks war mir noch nie so nahe wie jetzt. erinnerung an momente mit dir, die zauberhaft für immer in erinnerung bleiben. genau so, wie im film: das glück zum greifen nah real, aber doch nicht erfüllbar, nicht wirklich. und doch irgendwie da. schön, gut und auch schmerzhaft. melancholie des glücks. zu tränen aufwühlend. glücksverströmend. mich in diese raren momente zurückversetzend, mir dich nahebringend. weisst du das?

arbeitsamkeit.

montag, den 29. mai 2006

im übrigen war ich heute sehr arbeitsam: es sind unterdessen dreizehneinhalb seiten. korrekturgelesen, von mir, wem denn sonst, und verbessert. es fehlen noch ein paar kleinigkeiten, damit das ganze einen logischen aufbau erhält, so vernetzungssachen; ein kapitel, das mit meiner hauptargumentation, also das herzstück der arbeit, und dann einleitung und schluss. ha! sehr gut ist das. werde ende der woche mit dem ding fertig!

genervt.

montag, den 29. mai 2006

bin genervt. sehr. über mich, dich und die welt an sich. warum ist alles so kompliziert? oder: warum nehme ich alles so kompliziert wahr? was ist eigentlich los? was nicht?

wenn dies alles grundlos ist, umso besser. jetzt gerade hilft das aber nicht viel, da ich vollkommen ahnungslos bin. und genervt.

schreiben.

sonntag, den 28. mai 2006

nur so: habe jetzt zehneinhalb seiten. also heute immerhin zwei seiten geschafft. auch wenn’s die textmenge hier wohl nicht vermuten lassen würde… aber: ich könnte wohl schon mehr schreiben an so einem nachmittag… drum bin ich auch erst jetzt fertig geworden. zwei seiten mussten es schon sein. gestern habe ich nicht geschrieben, sondern für die schule gearbeitet. das muss auch sein. bin also immer noch fleissig. und gut im zeitplan. noch sechs wochen: maximal drei wochen kohärenz und bis maximal ende der sechsten woche hyperbolizität. das sollte knapp zu schaffen sein.

zwischenmenschlichkeit schriftlich.

sonntag, den 28. mai 2006

es ist unglaublich schwierig, vorauszusehen, wie gewisse menschen auf schriftliches reagieren. erstaunlich verwirrend, aufwühlend. für mich zumindest. so bin ich halt.

jedenfalls ist es manchmal so, dass man auf geschriebenes, was nach antwort schreit, so vom inhalt her, nie so etwas wie eine antwort hört. auch nicht in nichtschriftlicher form. erst bei nachfrage, was irgendwie anstrengend ist. was ich unterdessen zu wissen glaube: manchmal bedeutet keine antwort ablehnung, verneinung oder dergleichen. manchmal aber auch schlicht vergessen. also bringt wissen keine klärung.

und dann, erhält man andererseits manchmal ganz plötzlich, unerwartet und sehr schnell antwort auf sachen, die zwar eine antwort verlangen, aber weit weniger dringend, da viel sachlicher und unpersönlicher. das ist schön. sehr. und freut, da es organisatorisches vereinfacht und normalisiert. aber: verunsichernd, da dermassen unerwartet und unvorhersehbar.

das ganze: ach, wie kompliziert. und immer die frage: was bedeutet das wohl jetzt schon wieder und diesmal? und immer als mögliche antwort: vielleicht auch nichts. ich weiss es aber einfach nicht. woher auch, erfahrungswerte stellen sich immer wieder als wertlos heraus.

es wäre vielleicht eine nichtschriftliche konversation über zwischenmenschliches in verschiedenster, nicht nur schriftlicher form vonnöten. aber ob dies möglich ist, ist eine andere frage.

kohärentes denken.

sonntag, den 28. mai 2006

ich sollte arbeiten. schreiben über die kohärenz und deren ansatz zur lösung des problems des kriteriums. zur zeit rekonstruktion der darstellung der kohärenztheorie bei rescher. d.h. vor allem zitate zusammensuchen, die diese vorstellen, und dazwischen schlauen text konstruieren. viel denkarbeit also.

irgendwie gelingt’s mir nicht, mich auf diese denkarbeit zu konzentrieren. ich denke zu viel anderes. tagträume. viel zu früh. unkonkret und anlassslos. vielleicht auch aussichtslos.

war am mittag in der kino-mattinee. ich meine, wo ich doch jetzt endlich wieder zentral genug wohne, um in 5 min da zu sein. seltsamer film. das netz. da wird kohärenz zwischen mathematik, kunst, computern, hippies, einem terroristen und anderem hergestellt. es ist mir noch unklar, was ich davon halte. nicht uninteressant, aber abstrus.

so. zeit für einen neuen denkanstoss.

lustlosigkeit.

freitag, den 26. mai 2006

ein tag, unproduktiv wie ich es mir eigentlich absolut nicht leisten kann. genau eine seite geschrieben. das wären nun insgesamt achteinhalb. immerhin etwa gut die hälfte des zu erreichenden. trotzdem. demotivation pur. genervtheit. und keine ahnung warum eigentlich genau. kein wirklicher anlass in sichtweite. nur möglichkeiten, eventualitäten, vagheiten. was ich mich ja eigentlich unterdessen gewohnt sein sollte. – immerhin: es wächst die zuversicht, mich hier bald einzuleben.

tonlose schmetterlinge.

freitag, den 26. mai 2006

kino. film: schmetterlinge nach der erzählung von ian mcewan. zunächst technisches problem mit dem ton, so dass die ersten fünf minuten tonlos gezeigt werden. bis zum ersten richtigen dialog nach eben genau diesen fünf minuten, ist nicht wirklich klar, ob die tonlosigkeit stilmittel oder fehler ist. bei der wiederholung mit ton: überwältigend, wie viel ton zum verständnis des bildes beitragen kann! auch wenn’s nur geräusche sind. echt verblüffend.

losgelöst.

mittwoch, den 24. mai 2006

während der suche nach einem neuen wohnort war mir immer bewusst, dass der wohnortswechsel entweder die fortsetzung des einigermassen stabilen glücks so wie bisher oder dann einen totalen absturz mit sich bringen würde. nun bin ich umgezogen. was von beidem nun stattfindet, weiss ich noch nicht sicher. logischerweise, nach nur so kurzer zeit. es sind beide aspekte vertreten. die wohnung ist phantastisch. alle voraussetzungen für den rückerhalt meines eigenen lebens gegeben. ein gefühl der verlassenheit und einsamkeit ist aber auch da. ich bin noch überhaupt nie ohne jemanden an meiner seite umgezogen. das führt mir jetzt mein alleinesein immer wieder lähmend vor augen.