archiv für den monat oktober 2006

hauptstadt.

dienstag, den 31. oktober 2006

berlin war super.
saukalt und graues wetter.
viel rumhängen und zeit vertrödeln.
einfach da sein.
in erinnerungen schwelgen, guten, mit vielleicht sogar etwas wehmut, und auch einigen etwas schlechteren.
gut und viel essen.
etwas feiern, aber wirklich nur etwas, die müdigkeit durch den dauerstress der letzten monate hat gröberes verhindert.
einfach so dahinschweben im tag.
anfangen nachzudenken, ganz sachte.
wieder beginnen zu leben.

titel.

freitag, den 27. oktober 2006

ich hab jetzt einen titel. also fast, oder des., ist ja noch nicht bestätigt.
jedenfalls hab ich die heutige prüfung auch noch glorreich bestanden.
wenn auch durch eine absurde aktion, da irgendwie genau das drankam, was ich eigentlich nicht konnte.
war trotzdem gut, schlussendlich.
jedenfalls alles super!
nun knapp drei tage berlin.
jetzt fängt mein leben wieder an, hoffentlich!

ziemlich herbstlich.

dienstag, den 24. oktober 2006

es ist wirklich herbst, auch wenn’s unangenehm warm ist. es hat so laub überall, die farben sind da und das licht ist endgültig anders. heute hat’s zum ersten mal nach herbst gerochen. so etwas feuchtes, leicht angemodertes laub am boden. schön.

nur: das bedeutet dass ich den sommer definitiv versäumt habe. der hat einfach ohne mich stattgefunden. einfach so an mir vorbeigelebt.

ich mag ja den herbst. aber den sommer hätte ich irgendwie doch auch gerne erlebt. überhaupt gelebt, aber lassen wir das. habe heute schon zu viel bis zur fast-verzweiflung fast-nachgedacht.

ansonsten kann ich nicht mehr. nicht nur, dass ich nicht mehr nicht denken kann. ich kann nicht mehr denken, auch nicht mathematisch, ich kann nicht mehr lernen. und kann noch gar nichts. das wird eine tolle prüfung in 3 tagen. wenn das nur gut geht….

träumerei.

sonntag, den 22. oktober 2006

war im kino. das ist ja gemeinhin eine gute ablenkung und somit des lernens förderlich.
denkste.
der film war the science of sleep.
(was total falsch übersetzt ist. es geht um träumen, nicht um schlafen.)
eigentlich wirklich schön.
eben vielleicht zu schön.
bin ich doch genauso wie stéphane.
vermische realität und traum, andauernd.
ok, meistens weiss ich noch, was real ist.
meistens.
aber das fehlen von leben, was ja liebe ist, tut weh.
und wurde mir wieder einmal schmerzlich bewusst dadurch.

leibniz.

donnerstag, den 19. oktober 2006

irgendwie war die prüfung so, dass sie total neben mir ablief. ich bin wie nicht so richtig reingeraten. es lief daher so mässig gut. offenbar war aber meine dreitägige weltaktion fast brillant. was dann insgesamt gut war. bin ganz glücklich damit. immerhin ist heute der denkwürdige tag, an dem ich mein philosophiestudium abgeschlossen habe, was ich zeitweise für total unmöglich gehalten habe.

trotzdem bin ich total frustriert. ich kann nicht mehr. habe total genug vom gefühl, man hätte den pause-knopf in meinem leben gedrückt und trotzdem soll ich höchstleistungen zeigen. das kann ja nicht gehen. es ist so unglaublich anstrengend, mich am nachdenken über mich und mein leben und was ich damit will zu hindern. gleichzeitig graut mir vor dem nachdenken, da alles so total in der schwebe und völlig unlösbar scheint.

labile stabilität.

dienstag, den 17. oktober 2006

das schöne, schleierhafte herbstwetter macht mich ganz glücklich.
die bestandene geometrie auch.
ebenso die erinnerung an schöne momente.
das lernen geht so einigermassen voran.

so weit so gut.

doch ist alles irgendwie auch eine gratwanderung:
nur nicht zu viel denken.
vor allem nicht zu weit.
nur an schönes, nicht an irgendwelche umstände oder sonstwas.
das ist unglaublich schwierig.

hoffe sehr, ich schaffe das, irgendwie.
noch zehn tage.

geometrie.

montag, den 16. oktober 2006

bestanden. sogar gut. nur ein paar kleine teilblackouts, nicht schlimm. war auch nicht so nervös. werde für den rest meines lebens wissen, dass geodäten nur lokal kürzeste sind und nicht einfach überhaupt…
jedenfalls alles gut.
und jetzt zweienhalb tage philosophie, leibniz.

schleierhaft.

sonntag, den 15. oktober 2006

die schönheit des herbstes, wenn der nebelschleier sich lichtet. am schönsten in genau dem moment, wenn die sonne und die vernebelung noch gleich stark sind. aber auch das verschleierte sonnenlicht ist zauberhaft.

meine realitätswahrnehmung. lernen sollte ich, tagträumen tue ich. wie nicht anders zu erwarten von momenten, die überhaupt nur schleierhaft wahrgenommen werden können, da das in ihrer natur liegt. was von beidem der nebel und was die sonne sein könnte, weiss ich beim besten willen nicht.

lehrreich.

samstag, den 14. oktober 2006

habe viel nachgedacht und irgendwie auch erfahren in letzter zeit. und viel gelernt. denn man sagt doch so unter philosophen, je weniger man weiss, umso weiser ist man. ich bin irgendwie ein bisschen verwirrt. also wohl sehr weise. denn ich weiss ja nichts.

ich kann tatsächlich mit der nüchternen schönheit umgehen, stellt sich heraus. vielleicht auch, weil der übergang statt total krass diesmal behutsam, ja subtil war. das ist gut. und schön, versteht sich von selbst. so kann’s sogar weitergehen. bis auf weiteres, jedenfalls. aber eigentlich bin ich nach wie vor verwirrt. aber eine klärung muss selbstverständlich aufgeschoben werden. im moment ist dies so jedenfalls eine bereicherung und eine gewisse beruhigung, schönes ist ja gut und tut mir gut.

der mond ist nicht nur bei vollmond wunderschön. mein fenster geht genau in die richtige richtung.

andernorts habe ich feststellen müssen, dass sich dinge unerwartet verändern können. dass das was früher wegen gewisser umstände für mich nicht möglich war, obwohl ich’s irgendwie gerne gehabt hätte, es heute eigentlich immer noch nicht ist, obwohl es die umstände nicht mehr gibt. aber es gibt grundsätzliches, was es mir verunmöglicht (obwohl es auch da grundsätzliches gibt, was sehr schön und gut ist). ich habe in der zwischenzeit anderes gesehen und erfahren, so dass ich das so nicht eigentlich will. trotzdem weiss ich, dass es sehr wohl immer noch geschehen kann. ich hoffe aber irgendwie, dass ich es verhindern kann. bis jetzt ging’s jedenfalls. es war aber auch nicht viel bier. später werden dafür gewisse stressfaktoren wegfallen, es könnte also gelingen. ich hoff’s mal.

es gibt noch mehr was mich verwirrt und mich, kaum denke ich auch nur einen moment daran, mich wieder an den schockzustand erinnert und fast dahin zurückversetzt. ich brenne auf eine klärung und mehr wissen. aber das geht nicht. nicht jetzt. aufschieben ist sowas schweres und schmerzhaftes. ich lerne zu ignorieren, meiner zukunft zuliebe.

ich kann wirklich unglaublich gut tagträumen. das ist gut. es hält mich bis zu einem gewissen grad davon ab, allzu nervös zu werden. bis zu einem gewissen grad, wie gesagt, aber eben, es könnte viel schlimmer sein. schlecht ist, dass tagträumen auch vom lernen abhält. das ist nicht so gut. aber ich nehme mich zusammen, so gut es geht.

und so ganz praktisch habe ich ganz viel krypto und etwas logik (aber wirklich nur etwas) gelernt und versuche mich seit heute mit mittelprächtigem erfolg wieder an geometrie. morgen muss mehr werden. übermorgen ist schliesslich die prüfung. und die ist ziemlich wichtig.

subtil.

mittwoch, den 11. oktober 2006

das ist gerade mein neustes lieblingswort.
so müsste das leben nämlich sein.
subtile schönheit, kaum erkennbar, aber doch vollendet.
subtile zwischenmenschlichkeit, sich allmählich steigernd, so ganz ohne abruptheiten und abstürze.
subtiles lieben. schmerzlos und schön.
subtile klarheit. nicht gewissheit, aber jedenfalls keine verworrenheit.
subtil. genau.