gelegentlicher zerfall.

die stärke der sternennacht mit leichtem nebel über dem see ist gefragt. aber so einfach von sich kommt die nicht, ich brauche auch ein leben, um sie zu erreichen.

die klarheit der eingependelten gewohnheit macht alles weniger emotional überbeladen, und trotzdem nicht minder schön. drum funktioniert’s. der zerfall kommt trotzdem, heftigstens. daher der plan: aufhören. um einem vollständigen zerfall vorzubeugen. ein guter plan. trotzdem: ich habe dir die worte aus dem mund genommen, indem ich dies zu gelegentlich aufhören umformuliert und abgeschwächt habe. schön, dass wir uns so einig sind. und schön ist die welt, trotz oder gerade im zerfall. schmerzhaft schön, viel schöner als wäre gelegentlich sofort.

ich bin viel ruhiger so und blicke den ganzen feierlichkeiten, trotz allem und totaler ungeplantheit, einigermassen gelassen entgegen.

ach übrigens: irgendwie freut’s mich, dass dich offenbar damals diese klassischste aller liebesgeschichten auch so verwirrt hat, damals als alles angefangen hat. schön zu wissen, dass doch nicht immer alles einfach so klar war bei dir. und das meine ich nicht im geringsten schadenfreudig, sondern: es freut mich, dass ich sowas auslösen kann in jemandem wie dir, der du dasselbe in immensem ausmass bei mir auslöst.

ansonsten: meine berge waren heute nicht mir wohl gesinnt, sondern grau und kalt.

2 anmerkungen zu “gelegentlicher zerfall.”

  1. Anonymous

    Frohe und besinnliche Weihnachten
    und alles Liebe für Dich!

  2. anmut

    Danke! Bis jetzt machen wir’s ganz gut, scheint mir.
    Ich hoffe, bei Dir ist auch alles schön. Ich freue mich, Dich bald zu sehen!

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