taubenblaugrau.
immer dann, wenn man sich am allermeisten zur klirrend wirkenden kälte schnee wünscht, so ist der ausser in ein paar lächerlich puderzuckrigen flocken frühmorgens auf dem nachbarsdach in weiter ferne. dafür liegt nebel deckenhaft über der stadt und der wetterbericht verspricht schönes wetter, also über dem nebel und da wo er vergeht. weichen will der nebel allerdings nicht, auch wenn ab und an, aber viel zu selten und zu kurz, schleierige fetzen von sonnenlicht durch die decke dringen, und ihr damit etwas schönes, weiches, zauberhaft weisses verleihen. so versinken diese tage in weissgrauer blässe, die helligkeit der sonne wird watteartig gedämpft und das eindunkeln geht kaum wahrnehmbar vonstatten, weissgrau wird zu grau, zu dunkelgrau und zu ganz dunkel. des nachts ist der nebelhimmel über der stadt öfteren von seltsam anmutendem orangerosa, im widerschein der lichterwelt. heute nicht. heute ist der himmel taubenblaugrau. woher das nur kommt? sehr schön jedenfalls. vermissen tue ich sterne und schneeflocken dennoch, sehr sogar.