archiv für den monat März 2007

schöner regen.

Donnerstag, den 29. März 2007

aus heiterem himmel sozusagen, am morgen früh ein frühlingsregen. grausilbern, rosagraublauer himmel. silberschwarzglänzende strassen. dampfend. der geruch nach nassem strassenstaub, wie sonst bei hitze im juli und gewitter. milchiger dunst, wie im herbst und doch ganz anders: keine vergänglichkeit einhüllend, sondern das neue, fast noch nicht sichtbare grün sanft hervorhebend. schön. sehr. und ich mag regen sonst gar nicht.

grippewellen.

Sonntag, den 25. März 2007

irgendwie befällt mich diesen winter, der nun ja definitiv vorbei ist, jede, aber wirklich jede grippewelle bzw. erkältungswelle oder was auch immer, die so durchzieht. das ist sehr ärgerlich, finde ich. jedenfalls hab ich gestern und heute so viele papiertaschentücher verbraucht wie selten im letzten jahr oder so. nicht mal in den tiefsten tiefs war der verbrauch so hoch. bah. und halsweh, aber das ist heute besser als gestern. morgen brauch ich dann wohl wieder mal so ein vorschlaghammer in medikamentencocktailform um den tag durchzustehen. wie absolut überflüssig das doch alles ist.
ein gutes am ganzen: immerhin war das wetter nicht sooo toll und frühlingshaft, dass ich einen schifffahrversuch hätte unternehmen wollen.

tauwetter.

Samstag, den 24. März 2007

die sonne!
leuchtet durch blaue löcher im himmel. vom nassschwarzen dach des hauses gegenüber fliessen bäche, nein ströme von schmelzwasser. man sieht es förmlich rauschen.
jetzt kommt er aber, der frühling!

entgleitend.

Samstag, den 24. März 2007

die gestaltung meines lebens flutscht mir zwischen den händen weg, ein leichter anflug von panik macht sich breit, ich dreh mich wirklich im kreis.
wie komme ich da raus? will ich da überhaupt raus? und warum hast du bloss immer recht? und warum kann ich nicht einfach einen entschluss fassen und den dann auch durchziehen, wenn du’s schon nicht kannst?
so geht das nicht weiter: entweder also zurück zur normalität und da bleiben; oder dann beim jetzt-zustand verweilen, aber dann muss ich schleunigst damit umzugehen lernen.
sonst entgleitet’s mir noch endgültig, und das will ich nicht.

schneegestöber.

Donnerstag, den 22. März 2007

taumelnde schneeflocken vor dem fenster, durch die immer weiter aufbrechenden knospen der kastanienbäume sanft zu boden schwebend.

eine gewisse unentschlossenheit, ob man sich über die schönheit des geschehens einfach freuen soll, oder ob der ärger über den aufgeschobenen frühlingsbeginnes doch überwiegt.

repetitiv.

Mittwoch, den 21. März 2007

ewige und ständige fragerei an mich selber, ob denn das schlau ist, wie ich mit meinem leben so umgehe und vor masterplänen fliehe und einfach alles so geschehen lasse und vielleicht hast du ja recht und es geht mir dann tatsächlich immer beschissen später, aber vielleicht sieht alles nach dieser kopfweh-schlaflosen nacht auch einfach viel schlimmer aus, als es tatsächlich so ist und vielleicht kann ich ja doch damit umgehen lernen, irgendwann, oh, und vielleicht täusche ich mich auch und ich kann’s eigentlich schon, nur gerade heute aus lauter übermüdung nicht, obwohl, so schlimm sieht’s irgendwie auch jetzt gerade nicht aus, aber vielleicht ist das ganze ja tatsächlich nicht schlau, und ich weiss einfach auch nicht so recht.

genau so.

Montag, den 19. März 2007

ankommen, aus dem bus steigen, und an ein konzert ranlaufen, mit phänomenaler musik von toller band. glücklich sein, einfach im strom dahinschweben, nicht auf die zeit achten, machen was ich will. genau so soll das leben sein.
weg ist der leichte schockzustand. ich lebe, fühle mich frei.
das ist berlin.
so soll’s überall sein.
viel nachdenken, nicht wirklich zu einer lösung kommen (wie auch). soviel: das beste ist wohl, einfach weiterzuschweben, in dem sinne, dass ich es nicht wirklich an mich ranlasse, und abwarte, nicht wirklich verplant.
jetzt: das neue semester in angriff nehmen, was viel arbeit bedeutet. und: mich wundern, dass der narziss kaffee trinken will. und drüber lachen, denn das kann er vergessen.

vorschau.

Donnerstag, den 15. März 2007

es gibt dinge, von denen weiss ich irgendwie schon im voraus, dass sie genau so sich abspielen werden. so vorahnungen, weibliche intuition, klare wahrnehmung und scharfes denken. oder was auch immer. das ist schön, vor allem wenn’s um schöne momente geht.
meistens.
manchmal wünschte ich mir, dass ich nicht im voraus schon so genau ahne, was passieren wird und es dann wirklich genau so verläuft. und ich sogar im moment selber denke, wie mich das nachher ärgern wird, wenn ich den lauf der dinge nicht aktiv ändere. und dennoch einfach nicht eingreife, genauer, nicht bremse.
ja, es ist schön, im moment, sehr, zum sich verlieren drin. absolut.
aber kein masterplan. keinesfalls. einen solchen gilt es jetzt aber schleunigst zu entwerfen, um alles andere mit dir zu bewahren. vage ist er noch, der plan, aber teilweise ist die richtung sich am verdeutlichen. ich denke, die entwirrung gelingt nur vollständig, wenn wir sie etwas aktiver als bisher angehen: momente müssen in worte gefasst werden, statt sie verstreichen und in verwirrung enden zu lassen.
und ich will zu neuen horizonten aufbrechen, das wird auch helfen.
vorerst fahre ich nach berlin. und freue mich sehr.

sonntagswirrungen.

Montag, den 12. März 2007

dich wiederzusehen, ja darauf freue ich mich. so wie früher, ganz früher. unbeschwert. einfach nur schön. aber. irgendwie fürchte ich mich auch, ziemlich sogar. ein wegdriften ist wohl doch zu leicht möglich, fürchte ich, vielleicht. hoffentlich liege ich da falsch. ich brauche ein neues du. und zwar ein richtiges. bald. das bedingt ein aufbrechen in völlig neue gefilde, was mir gerade nicht sonderlich liegt. schifffahren war ich auch nicht, zumal der kapitän fehlte. immerhin ist berlin nun gebucht.

leicht strudelndes wirrwarr.

Donnerstag, den 8. März 2007

was ist es nur, was mich plötzlich seit einigen tagen dich irgendwie wieder so vermissen lässt? mich wünschen lässt, unvernünftig zu sein und zurückzukehren in die kryptische verborgenheit der schönheit? - aber eben, die schwierigen und schmerzhaften seiten daran sind mir nur allzu bewusst. das kann nicht sein, ich weiss schon, keine angst. es ist wohl auch vielmehr der wunsch nach etwas vergleichbar schönem, echtem, in jeder hinsicht wahren, im sinne von offen dargelegt. vielleicht ist das alles ein nachbeben des vollmondes mit seiner rot glühenden totalen finsternis. oder einfach das bewusstsein, dass trotz aller erlangter und mir zugeflogener freiheit mir immer noch etwas fehlt, was ich eigentlich vermisse und irgendwie auch brauche. oder die realisation, dass morgen mit der letzten praktikumsstunde ich mir meine tage wieder selber gestalten und einteilen kann. ein neubeginn, wenn auch klein, im vergleich mit denen der letzten monate. trotzdem. eine öffnung, irgendwie. aufbruch. oder: einfach frühling? keine ahnung. schifffahren will ich übrigens auch. und nach berlin. alles wird gut, wohl, irgendwie.