archiv für den monat juni 2007

ungewiss.

dienstag, den 26. juni 2007

lange, tatsächlich jahrelang, einen menschen nur vom hörensagen kennen. sich ein bild von der person machen. immerneue details dazu hinzufügen. dann sie schlussendlich durch zufall, wenn auch nicht, ohne es vorher zu wissen, treffen. sich zusammenreissen. alles gut über die bühne gehen lassen, denke ich. und nachher einfach so gar nicht wissen, wie das jetzt war, sie zu sehen. ob das nun was ändert. ich glaub nicht. ob ich sie würde mögen können, weiss ich auch nicht. ich glaub schon, auch wenn sie ganz anders ist. ganz anders als meine lang gewachsene vorstellung und so ganz anders als ich. und klar, unterschiede suchen. keine ahnung.

jedenfalls irgendwie damit zusammenhängend, aber auch durch dinge, die du mir über mich klargemacht hast, wieder mal alles sehr düster sehen. vielleicht erwarte ich halt einfach zu viel vom leben.

russlandeindrücke, ohne geometrie.

montag, den 25. juni 2007

sonnenlicht bei der landung um elf uhr abends in sankt petersburg. klar und hell. fahrt im auto, meilenweit geradeaus an riesigen gebäuden und sowjetischem siegesdenkmal vorbei. durch die innenstadt, fröhlich warmbunte gebäude. menschen überall. dann buchungschaos im hotel: zuerst luxussuite und nachher zeltplatzzimmer. aber beides mit charakter, zwar auch pastell, aber nicht hotelstyle. zum frühstück immer quarkomeletten. super.

spazieren durch die stadt. vermeintlich touristisch. aber irgendwie nicht, vor allem russische touristen. unaufdringliche stadtrundfahrtenanpreiser. überall auch alltagsnormalität. kristallleuchter-dekoration allgegenwärtig. aber nicht wirklich kitschig, irgendwie. nie das gefühl von armut. nie unangenehme erdrücktheit, selbst in grossen menschenmassen. friedlich und schön, irgendwie. selbst zur stosszeit in der metro, wo sich körper an körper drückt. überraschend die disziplin, mit der man sich stehend am rechten rand der rolltreppen hält, um die runterrennenden menschen auf der linken seite durchzulassen. überhaupt die metro. die rolltreppen. ellenlang. nicht absehbares ende. sauschnell. glänzendes metall. davoneilende handläuft. werbelautsprecher. die stationen unten in präziser schlichtheit wunderschön.

das meer: der finnische meerbusen. mit plattenbauten an der küste, nicht heruntergekommen. also nicht sehr. windig, klar und blau. die erkenntnis, dass ich vor knapp zwei jahren zum letzten mal am meer war. ewig ist’s her. – tragflächenboot bei windstärke irgendwie gross (mit schaumkronen. und wohl grösser als drei, mehr kann ich als definitive nichtseglerin nicht sagen dazu). u-boot artiges gefährt. kleiner ausguck um die meeresluft im gesicht zu spüren.

bier trinken in bars im keller, sich dabei über mathematik unterhalten. um mitternacht rauskommen, um zu sehen, dass es noch taghell, fast sonnenschein ist. sich fragen, warum es keine bars mit tageslicht gibt, und nur glaskabinen als sogenannte strassenkaffees, mit heizung.

sich über das wetter wundern. zwanzig grad maximal. wind und kleinere regengüsse alleweil. frieren, vor allem nachts. alle pullover die dabei sind aufs mal tragen. und die sommerkleider immer weiter nach unten in die untiefen des koffers rutschen lassen.

staunen, wie weit mein russisch reicht. zum ersten mal irgendwo sein und merken, wie sehr sich die menschen über das eigene bemühen freuen, auch nur wenige worte in ihrer sprache zu sprechen. die absicht, mehr russisch zu lernen, vor oder während dem nächsten mal russland, als logische konsequens festlegen.

unmengen von schwarztee trinken. ohne milch, mit zucker und eventuell zitrone, ist klar.

stundenlang auf den allgegenwärtigen flachfernsehern in cafes und bars musikvideos von billigmusik schauen und sich drüber freuen. auch gut: musikvideos mit nicht passender radiomusik.

die bürokratie nicht mitbekommen und die schwierigkeiten beim einreisen, umsteigen und ausreisen als räubergeschichten deklarieren.

thesen über russinnen aufstellen. und den russischen präsidenten.

dann moskau. zunächst der grosse fehler, mangels vorbereitung: roter platz. muss man doch gesehen haben, sagt man. es erschlägt einem aber vor touritischheit. gruppen, so weit das auge reicht. dann noch sowas obertouristisches. und dann der spontane beschluss, die andere hauptstadt war viel schöner. dann metrofahren. sich mit der dekoration anfreunden und sich begeistern lassen. dann irgendwo aussteigen. normal strasse, läden, cafes. rumspaziern. langsam aber sicher realisieren, dass auch diese stadt wunderschön ist. nicht nur touristisch. und auch nicht sowjetisch-düster, wie man sie irgendwie im hinterkopf hatte. sondern sonnenhell und licht. eine grossstadt, im unterschied zu peterburg. der vorsatz, irgendwann einmal länger hierherzukommen, um die stadt wirklich zu erfassen, was wohl nur so möglich ist, genauso wie in berlin.

zurück.

sonntag, den 24. juni 2007

nix sibirien. alles super. und schön. sehr sogar. und anders als erwartet. bin total übermüdet. drum erst später mehr.

russland.

freitag, den 15. juni 2007

morgen früh geht’s los (ich hab reisefieber im fall!). nach da. werde kaum je an der stelle vorbeispazieren und winken, ist weit von dort, wo ich mich rumtreiben werde. aber man kann ja trotzdem mal neidisch die weissen nächte begutachten! daher also hier nichts neues bis mindestens sonntag in einer woche. ausser ich lande doch in sibirien. dann kann’s schon länger dauern.

verwirrte verworrenheit.

mittwoch, den 13. juni 2007

irgendwie war das doch, ausgenommen vom absoluten anfang, deine fast allererste und sehr direkte reaktion auf meine schreibwut. weswegen dies mich überrascht und aufgewühlt hat. und mich dazu gebracht hat, einen wirklich ernstgemeinten vorstoss in richtung entwirrung zu unternehmen. weil’s halt vernünftig wäre und so. aber natürlich mir schwerfallen täte. bloss scheint mir, dass sei nur umsetzbar, wenn du da mitziehst. hab ich aber nicht das gefühl. ausser ich versteh dich falsch? aber ich weiss doch nicht, was denken, wenn du einfach gar nichts sagst. ist wieder mal offen und verworren bis zum geht nicht mehr. so geht das irgendwie nicht weiter, scheint mir. ach wie repetitiv.

nie wieder seichtheit.

dienstag, den 12. juni 2007

nie wieder ellenlanges blabla und erzwungene diskussionen in gruppen, über so internetforen zum teil. nie wieder seichtes, unwissenschaftliches geplänkel, das mich so sehr ärgert, dass ich lieber mehr arbeiten und dafür was lernen würde. nie wieder! also ausser ich mach wieder mal eine dermassen bescheuerte ausbildung wie die hier zur lehrerin. womit ich mit bescheuert wohlgemerkt nur das ausbildungskonzept und keinesfalls das ziel meine. jedenfalls: heute war die allerallerletzte vorlesung! die nächster woche fällt russland zum opfer. jetzt fehlen nur noch die prüfungen, im november und etwa januar.

vollmond ohne vollmond.

montag, den 11. juni 2007

irgendwie hab ich am anfang dieses wochendes im radiohoroskop (ja ich hör das, wenn ich grade dreinlaufe. find ich lustig. und jetzt?) gehört, es sei genauso überwältigend wie vollmond, nur ohne vollmond. dem war so, kann ich bestätigen: viel zu viel, was in meinem kopf rumspukt und bewältigt werden will. extrem viel ungelöstes und offenes, in jeglichster hinsicht. und so vieles, was gemacht werden sollte. was ich machen will. aber: ich habe das gefühl, dass ich da irgendwie wieder rauskomme, dass sich das alles schlussendlich schon irgendwie lösen und erledigen wird. das ist doch schon mal was. das war beim vollmond nicht so, da herrschte wie des öfteren totale weltuntergangsstimmung.

teilweise vorhersehbar.

sonntag, den 10. juni 2007

ach, der narziss… lustig, dass ausgerechnet eine diskussion über meinen vorwurf an ihn, er sei narzisstisch, der vorwand war, sich zu treffen. ob ich’s denn vertrage, mit ihm bier zu trinken, hatte er gefragt. das hab ich. ihn auch. aber obwohl wir uns wohl beide bemüht haben, uns einander etwas zu erklären, damit’s nicht wieder zu so dermassen eklatanten missverständnissen kommt, die in einem halben jahr funkstille enden: verstehen werd ich ihn wohl nie. plötzlich war er weg. nach all dem vorher. aber ist wohl auf eine art auch schlauer. bin also ganz zufrieden so.

unerwartet.

freitag, den 8. juni 2007

und dann, dann taucht einfach der narziss wieder auf. sozusagen aus dem nichts. redet sogar mit mir. nett. und ich muss zugeben, irgendwie hat er mir gefehlt. nein, nicht so. aber halt so als mensch. vielleicht können wir ja trotz allem dahin zurück. wobei, momentan ist mir vollkommen egal, was geschieht. vielleicht blöd. aber scheint halt vieles so nichtig gegenüber anderem in schockartig angehauchtem zustand.

ferne durch nähe.

donnerstag, den 7. juni 2007

je näher ich dir komme, umso klarer wird, dass ferne uns und der welt gut täte.

ach wie paradox. und so verdammt schmerzhaft.

das einzig gute: ich weiss wohl mittlerweile mit den logischen und unabdingbaren konsequenzen umzugehen, denke ich. irgendwie.