ausweg.
wenn das leben blöd, öd, leer oder auch schwierig und unbewältigbar scheint, gibt es dann einen ausweg? soll man darauf hoffen, um den alltag ertragbarer zu machen? oder kann das leben gar nicht so strahlend gut sein, wie man es sich in ganzer schönheit erhofft? und wenn das gute gar nie wahr werden können sollte, woran soll man sich denn in tiefzeiten festhalten? oder besteht die kunst, das leben für lebenswert zu befinden eben wirklich darin, das gute und schöne im wahren zu sehen und deswegen glücklich zu sein? das wäre ein plan, und erst noch ein guter wie mir scheint.
auf diese erneute rumdenkerei gekommen bin ich, weil mir der schluss dieses films noch etwas im kopf herumspukt. ich bin mir nicht sicher darüber, ob mir das ende zu happy-endig ist. obwohl eigentlich nichts gut wird, ich weiss schon, beide bleiben ja in ihrer schwierigen welt doch irgendwie stecken. aber es entsteht eine verbindung zwischen den beiden, ganz sachte, die am ende erstarkt und man spürt, wie dies für beide der rote faden zu einem lebenswerten leben sein wird. dieser glücksblitz ist allerdings so stark, dass er zumindest bei mir zunächst eine happy-end reaktion ausgelöst hat, die ich nicht mochte, weil mir ein happy-end so unplausibel schien, da beide absolut unlösbar in den verstrickungen ihres lebens gefangen sind. und ich mag keine unplausiblen filmenden.
das hat mich an meine eigenen verstrickungen erinnert, ist klar. und daran, dass ich sehr wohl eine art ausweg bräuchte und sehr hoffe, dass die bei mir noch nicht ganz so unlösbar sind, obwohl sie das machmal nur allzusehr scheinen.
abgesehen davon (und das war wohl wirklich alles meine sehr subjektive interpretation, es ist kein klassisches happy-end) übrigens ein wirklich guter film, absolut sehenswert. gute schauspieler, fotografisch schön, nicht-vorhersebare geschichte.