düstere zukunft.

so wie’s aussieht, bin ich jetzt noch für zwei wochen total beschäftigt – also ausser am nächsten wochenende natürlich, irgendwie. dann fahre ich nach russland, was mir nicht geheuer ist, aber was wohl auch sehr voll und hoffentlich auch schön wird. und dann: absolute leere. nix. kein plan. und du bist dann auch weg. das macht’s nicht besser. warum ich bloss so verdammt fixiert bin? ja und natürlich weiss ich, dass ich dissen soll. aber im moment seh ich das gar nicht. ich weiss, ich hab gesagt, dass ich das wirklich und gerne will. tu ich auch. aber im moment seh ich nur totalabsturz voraus, was dissen verunmöglicht, irgendwie, kennen wir ja. ich mag das nicht. und hab absolut keine ahnung, wie das zu verhindern wär. also schon, aber das problem kennen wir ja, es löst sich einfach nicht. in jeder hinsicht. und: es reicht mir. aber total.

5 anmerkungen zu “düstere zukunft.”

  1. Andreas

    Du bist nicht die einzige, die sich Sorgen macht. Bei mir drehen sie sich mehr ums apres-dissen als ums dissen. Soll ich wirklich diese 08-15-Laufbahn einschlagen? Oder gibts einen Weg, der meinen irgendwie nicht-fokussierten und so vielfältigen Interessen gerecht wird? Oder ist das nur eine Angst vor Verbindlichkeit?

  2. anmut

    mein sorge gilt eher dem leben, was mich aufgrund seines zustands am dissen hindert als dem nicht-dissen selbst.

    08:15 ist das, was dir vorschwebt nicht. das wäre, wenn du jetzt in einer bank oder versicherung einsteigen würdest. so mit total geregelten arbeitszeiten und verbindlichkeit bis zum abwinken. forschung erlaubt einem doch noch eine relativ grosse freiheit, weil allen klar ist, dass kreativität auch freiraum braucht.

  3. Andreas

    @dich: hab ich schon begriffen… weiss irgendwie nicht, was dazu sagen. Klingt traurig, sorry.

    @mich: ok, danke, bank etc. will ich auch nicht unbedingt. Aber 08-15-mässig kommt mir dieser akademische Betrieb eben manchmal schon vor, nicht wegen fehlenden Freiheiten, sondern mehr wegen der “emotionalen Armut”, die ich bei vielen “Forschern” wahrzunehmen glaube, die sich nur noch tagein, tagaus um ihre Problemchen rotieren, fleissig papers produzieren, aber vom losgelöst vom echten Leben leben. Und na ja, vielleicht hätte ich halt besser Linguistik oder Musiktheorie oder so gemacht. Und ich kann auch nicht sagen, na ja, mit dem apres-dissen schaun wir mal, aber sonst ist das Leben super… man kann ja wohl nicht gleichzeitig Wissenschaftler, Musiker, Schreiberling sein.

  4. anmut

    warum kann man nicht gleichzeitig mehrere dinge sein? alles andere ist doch langweilig.

    und: je länger ich mich mit forschern herumtreibe, um so mehr stelle ich fest, dass die emotionale armut eine täuschung ist. da steckt immer mehr dahinter.

  5. Andreas

    Danke für die mehrfache Aufmunterung!

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