dynamik.
letzten sommer, beim kämpfen mit leibniz für die philosophieprüfung, war die allergrösste hürde die dynamik in der monadologie. mit der loge hatte ich mich dann so langsam herangetastet, glaub, aber dann hat sich das ja ins pokern aufgelöst. aber zumindest mochte ich den begriff am schluss beinahe, obwohl er mir ja an der prüfung zum vermächtnis geworden war.
letztes wochenende habe ich nun tatsächlich eine andere form von dynamik gesehen (tatsächlich, weil ich nicht sicher war bisher, dass es die auch in echt gibt): die von jung, erfolgreich, dynamisch. die geht so: aufgesetzte fröhlichkeit in biederkeit, bier, zu grottenschlechter musik (und wenn ich das sage, will das ja wirklich was heissen) tanzen, und zwar, ganz wichtig, mit einer hand in die luft erhoben, mit ausgestrecktem zeigefinger. dauerlächeln. und dazu entweder ein zu grosses weisses hemd mit leger offenem kragen und hochgekrempelten ärmeln tragen, oder dann so russische sandalen mit nicht-tragbaren absätzen. und dabei ständig dem licht des vollmondes mit dem blauweissen licht des handys konkurrenz leuchten, um irgendwem mitzuteilen, wie voll die party abgeht. jedenfalls. die leute schienen ihren spass zu haben. aber: ich bin irgendwie ganz froh, nicht so zu sein. diese dynamik liegt mir irgendwie nicht so. und ich meine das nicht aus überheblichkeit. ist einfach nicht meine welt, irgendwie. womit ein klischee mehr bestätigt wäre.