archiv für den monat juli 2007

nicht überraschend, eigentlich.

freitag, den 6. juli 2007

sachen gibt’s. so viel bier mit ihm getrunken, wie zu gemeinsamen zeiten niemals. sich gut unterhalten, wie seit jahren (ernsthaft. jahren. oh mein gott. warum oh warum bin ich da nicht früher raus??) nicht mehr. also ich meine mit ihm. sonst natürlich schon, ist klar.

der grund, wie geahnt (ich sollte wirklich anfangen mit meinen hellseherischen fähigkeiten zu wetten!! ha! und ich hatte ja auch letztes jahr bei dir fast recht, siehst du?), er ist neu liiert. und: ernsthaft, es freut mich. so muss ich mich nicht sorgen, ihn anzutreffen, da es nicht kompliziet zu werden droht. und, man bemerke den schadenfreudigen unterton, jemand anderer muss mit ihm nun klarkommen.

aber natürlich, denke ich, das ist unfair, warum findet er, und ich nicht…? aber dann andererseits weiss ich ja auch, warum. bin ja selbst schuld und hab nicht nichts. wobei ich aus bestimmter richtung wirklich gern was hören würde. ja, ich weiss.

nicht nichts.

donnerstag, den 5. juli 2007

habe gestern dem narziss erklärt, dass er nun trotz vollkommenen alters halt einfach nicht vollkommen ist. und, oh wunder, er hat’s nicht verstanden! lustig. jedenfalls neuester vorsatz: den narziss endgültig wegkatapultieren. für sowas bin ich mir einfach zu gut, völlig klar. irgendwie brauch ich allerdings noch einen plan, unfreundlich zu sein dabei. das bin ich ihm gewissermassen schuldig. wir werden sehen.

aber eigentlich ist der narziss ja vollkommen unwichtig.

habe ja andere wirklich gute gründe total übermüdet zu sein. bin aus denselbigen auch etwas verwirrt. aber gut, nicht schlecht. irgendwie auch schön, wenn alles dermassen offen ist, wie es das jetzt gerade wohl ist. abwarten. nicht überstürzen. aber in gewisser hinsicht würde ich wohl schon, und so wäre es auch ok. vielleicht hatte der kapitän ja recht, und das geht doch. (einen namen brauch ich noch, ich weiss.)

jedenfalls: plötzlich nicht mehr alles ganz so leer und nichtig, wie es mir vor ein paar tagen noch schien. wird mir wohl doch noch irgendwie gelingen, den sommer als schön zu deklarieren. trotz des wetters.

dynamik.

montag, den 2. juli 2007

letzten sommer, beim kämpfen mit leibniz für die philosophieprüfung, war die allergrösste hürde die dynamik in der monadologie. mit der loge hatte ich mich dann so langsam herangetastet, glaub, aber dann hat sich das ja ins pokern aufgelöst. aber zumindest mochte ich den begriff am schluss beinahe, obwohl er mir ja an der prüfung zum vermächtnis geworden war.

letztes wochenende habe ich nun tatsächlich eine andere form von dynamik gesehen (tatsächlich, weil ich nicht sicher war bisher, dass es die auch in echt gibt): die von jung, erfolgreich, dynamisch. die geht so: aufgesetzte fröhlichkeit in biederkeit, bier, zu grottenschlechter musik (und wenn ich das sage, will das ja wirklich was heissen) tanzen, und zwar, ganz wichtig, mit einer hand in die luft erhoben, mit ausgestrecktem zeigefinger. dauerlächeln. und dazu entweder ein zu grosses weisses hemd mit leger offenem kragen und hochgekrempelten ärmeln tragen, oder dann so russische sandalen mit nicht-tragbaren absätzen. und dabei ständig dem licht des vollmondes mit dem blauweissen licht des handys konkurrenz leuchten, um irgendwem mitzuteilen, wie voll die party abgeht. jedenfalls. die leute schienen ihren spass zu haben. aber: ich bin irgendwie ganz froh, nicht so zu sein. diese dynamik liegt mir irgendwie nicht so. und ich meine das nicht aus überheblichkeit. ist einfach nicht meine welt, irgendwie. womit ein klischee mehr bestätigt wäre.