archiv für den monat Dezember 2007

schneeschnitzen.

Sonntag, den 30. Dezember 2007

trotz meiner unsportlichkeit, die sich in komplett fehlender kondition ausdrückt und trotz der unsäglichen blödheit von skischuhen, die schwer sind, weh tun beim anziehen, tragen und ausziehen, und zudem meine schienbeine in einen schmerzenden zustand versetzen, der sich grün und blau anfühlt, wenn auch leider nicht so aussieht (das ist fast wie mein heuschnupfen, der mich zwar leiden aber niemals niesen lässt, sodass mir das niemand glaubt, wie schlimm das ist, und oh nein, das wird ja schon in wenigen wochen losgehen, dem hasel sei dank), und trotz des leichten muskelkaters: ich mag skifahren. wirklich. denn das ist wieder mal das mit deinem balsam für die seele. die berge, die sonne der schnee. einfach nur schön. von daher: noch besser, dass ich ins neue jahr skifahre - eh schon unglaublich gut, dass ich seit monaten für silvester eingeladen bin, noch nie dagewesen sowas nämlich. also dieses jahr kein vorprogrammiertes melancholisches und sehnsüchtiges rumsitzen, unzufrieden mit mir, der welt und sowieso einfach allem. grossartig wär’s, dies dann gleich als grundstimmung fürs neue jahr rüber- und weiterzuziehen. in jeglicher beziehung. wird schon werden, bin erstaunlich zuversichtlich.

einkaufswut.

Donnerstag, den 27. Dezember 2007

wenn man kurz vor weihnachten, also im allerschlimmsten einkaufsrummel, dann doch sich die verandkosten leistet für das absolut sofort benötigte zubehör zum neuesten technischen lieblingsspielzeug, um nicht schon wieder über eine halbe stunde mit dem expressticket (= nur abholen ohne beratung) aufs abholen zu warten im laden, sollte man sich bewusst sein, dass die post ebenfalls extremstens überfordert und überlastet ist zu dieser zeit. zwar liefert sie im gegensatz zu sonst pakete auch am samstag aus. aber dann vergisst sie, einem einen abholschein in den briefkasten zu legen, gestaltet ihre track&trace seite äusserst unverständlich und schickt das paket nach 2 tagen (statt der üblichen 7) wieder zurück an den absender. immerhin: wenn man dann anruft und nur ganz bisschen rumjammert suchen die das paket, finden’s auch sogleich und man kann’s abholen und glücklich nach hause tragen.

andererseits war ich tragischerweise (weil ich diese kaufwut eigentlich nicht so toll finde, ganz ehrlich) äusserst beglückt über den sonntagsverkauf am 23. hab hardcore geshoppt, für mich, nicht für geschenke. sachen die ich eh wollte, und wenn man weiss wo, ist’s auch nicht so wahnsinnig voll in den läden. so geht das. 

ruhig.

Dienstag, den 25. Dezember 2007

und für einmal kann ich es ganz gelassen nehmen, all die freien tage. kein destruktives rumhängen, kein melancholisches rumgeträume. (ok fast nicht, ganz ohne geht’s wohl nicht.) aber insgesamt alles gut. fast sowas wie zufriedenheit, wie absurd. jedenfalls ansonsten nichts meine welt bewegendes, das nach in worte gefasst werden schreit.

sturmfolgen.

Dienstag, den 18. Dezember 2007

lustig, wie dann nach einem sturm doch immer wieder ruhe einkehrt. auch wenn’s zuweilen gar nicht danach aussehen will. oder vielleicht hab ich ja tatsächlich gelernt, das alles ruhiger anzu- und damit umzugehen. jedenfalls gut so. denn so geht’s.

warterei.

Sonntag, den 16. Dezember 2007

kannst du dich nicht einfach melden? so ganz von dir aus? so ganz ohne, dass ich nachfragen muss? naja, immerhin übe ich mich so darin, keine erwartungen zu hegen, keine (nicht-)realitäten zu konstruieren. was ja bekanntlich zu nichts führt. - vielleicht kann ich es ja, wenn ich es arg überspitze, sogar so sehen: prescht man der grossartigkeit entgegen, statt auf deren etwaiges eintreffen zu warten, so wendet sich das schicksal am allerehesten gegen einen, statt die grossartigkeit zu würdigen und sie tatsächlich eine solche sein zu lassen. zumindest so man robert ford ist. - ja, ich weiss, das hat wohl beides herzlich wenig miteinander zu tun, aber so fasst sich auf ganz wunderbare weise mein heutiger tag zusammen. der wohlgemerkt für einen sonntag gar nicht mal ausgesprochen schlecht war.

geträumte erwartungen.

Mittwoch, den 12. Dezember 2007

ich sollte nicht so sehr träumen. und schon gar nicht die realisierung der träume erwarten. insbesondere nicht, wenn dies ausschliesslich in übermässig enttäuschte reaktionen meinerseits mündet. wenn dich das ärgern würde, könnte ich das nur zu gut verstehen. tut es mich nämlich auch. schmerzhaft ist das. und dennoch, ich hab ja nichts ausser träume, sollte sie also betreiben und geniessen. ein ankommen in der realität ist derzeit nicht zu erwarten.

fragment.

Sonntag, den 9. Dezember 2007

und sie will mir einfach nicht aus dem kopf, diese sehr junge frau, die im bus derart hysterisch geweint hat, bis zum totalen zusammenbruch. diese ohnmacht und demütigung, die noch im raum steht, obwohl er, der sie verursacht hat, längst weg ist. die überaus umsichtige reaktion der umstehenden, liebevoll. der versuch, trost zu spenden, wo dies eigentlich gar nicht mehr möglich ist. der kleine junge, dessen vater das alles ausgelöst hat, der reaktionslos daneben steht und wartet. ein übervoller bus, dessen passagiere alle in den nächsten, auch übervollen bus geschickt werden, und keiner murrt. 

glitzergeblink.

Sonntag, den 2. Dezember 2007

immerhin haben die leute mit der blinkenden weihnachtsbeleuchtung am balkon am haus gegenüber selber dermassen freude an geglitzer und geblinke, dass der weihnachtsbaum, der heute ausgiebigstens mit den kindern geschmückt wurde, auch mit blinkenden lichtern übersät ist. so kann ich ihnen zumindest nicht vorwerfen, nur mich als arme nachbarin damit zu nerven. mit dem geblinke, wohlgemerkt, nicht den lichtern an sich. kitsch ist super. insbesondere in form von lichtergeglitzere.