alles zum stichwort ‘lehrerdasein‘

berechtigt.

Montag, den 14. Januar 2008

und warum nur, wenn ich mich ärgere, fällt es mir dermassen schwer, dir das zu sagen? warum frage ich mich dann so übermässig, ob dies berechtigt wäre und schiebe alles immer auf meine blödheit? zumal ich mittlerweile wieder einmal bei nettigkeiten und schwärmereien mir ziemlich sicher bin, dass du nichts dagegen hast. sogar sowas wie reagierst, ab und zu.

wobei: noch viel zuerster müsste ich mich sehr wohl fragen, warum du mich eigentlich ärgerst. also nicht was, das weiss ich, sondern warum du das machst. nämlich mir so irgendwie gar keinen raum bei dir eingestehst. das kann doch nicht wahr sein. und ist irgendwie nicht berechtigt, find ich, nach allem.

es scheint, ich finde den tag berechtigterweise unnötig. zumal ich ja auch schon wieder demnächst eine prüfung ablegen soll. statt zu dissen. immerhin: es ist dann die letzte. also wenn alles gut geht. 

umstellung.

Montag, den 19. November 2007

als ich so voll in der lernerei für die lehrerprüfung drin war, hab ich mir nichts sehnlichster gewünscht, als mich wieder meiner geometrie zu widmen. weil ich das lernen so satt hatte und so unglaublich motiviert gewesen wäre, mich mit geodäten rumzuschlagen. und jetzt, wo ich das dringendst sollte, habe schliesslich morgen dissbesprechung, fällt’s mir so unglaublich schwer, mich da wieder reinzudenken und reinzufinden. oh mann. irgendwie scheint die umstellung doch etwas gross gerade.

vorstellungsgespräch.

Samstag, den 17. November 2007

eine schulleiterin, die nicht nur kaum älter ist als ich, sondern ebenfalls mitten in den lehrerprüfungen steckt. sympathisch soweit, aber mangelnde erfahrung lässt sich einfach nicht dadurch wettmachen, dass man ständig vom “lernen, selbständig zu arbeiten” der schüler redet, tut mir leid. zudem ist es, gelinde gesagt, etwas ungeschickt, mich reinzubitten, während der bewerber, dem die stelle soeben vermacht wurde, noch da ist. die zwei minuten hätte ich ruhig auch noch warten können. aber ernsthaft ungeschickt ist es dann, angesichts der zugegebenermassen blöden situation, dass mein vorstellungsgespräch mit der vergabe der stelle hinfällig wurde, mich zu fragen, wie man denn nun weiter vorgehen soll. ist wirklich nicht meine aufgabe, dieses problem zu lösen. das nachträgliche gespräch mehr oder weniger zu leiten auch nicht. nunja. jedenfalls gut, dass ich die stelle sowieso nicht unbedingt wollte, da sie mir vor allem jeden freitagabend verplant hätte, sondern einfach mal da war, weil sie mir sozusagen nachgeworfen wurde. und gut bezahlt wäre. aber: sollte ich jemals selber eine schule eröffnen und leiten, weiss ich nun, wie man’s nicht machen soll. immerhin etwas gelernt.

anwesend.

Freitag, den 9. November 2007

und jetzt, wo’s für den moment vorbei ist, und ich zwar nicht vollumfänglich brilliert, aber doch immerhin keine totale paniknervosität aufgetreten ist, ich also sozusagen zur quasi-normalität zurückgekehrt bin, kann ich endlich sagen: hallo, leben, hier bin ich. ich komme. ich will. jetzt. ich, und zwar: alles.

zunächst mal morgen: rückkehr nach zwei jahren in den süden. den zu meinem machen. statt auch seinem. andere stadt, neues unterfangen. meins, ganz allein. aber olivenöl brauch ich trotzdem.

und dann, nachher, also so nächste woche, wieder geometrie. endlich!

ausserdem: neue projekte suchen, finden. wiederfinden. durchführen. leben.

sowas wie schwerelos.

Mittwoch, den 7. November 2007

und irgendwie schwebe ich so rum, zwischen prüfungspanikattacken, weil ja, ich kann mit prüfungen immer noch nicht umgehen, mich zu fragen, warum ich das denn so gar nicht kann immer noch, dem gefühl, ganz unglaublich viel zu wissen, also ganz gut vorbereitet zu sein, zeittotschlagen, damit’s möglichst bald vorbei ist, und der vorfreude auf all die grossartigen pläne für nachher. super. und irgendwie absurd. anstrengend, unangenehm, aber doch zugegebenermassen nicht ganz so schlimm wie beim diplom. was wohl auch mit der mir neulich zugestandenen umgänglichkeit im vergleich zu damals zusammenhängt; oder äh umgekehrt. ja, und dich tatsächlich irgendwie sowas wie wiedergefunden zu haben, das tut wahrhaftig gut.

ein ganzer titel.

Samstag, den 27. Oktober 2007

seltsam, ein jahr nachher wieder gestresst und genervt sein von der nächsten prüfung. und es immer noch nicht wirklich realisiert haben. glücklicher sein als damals. viel. aber dennoch nicht alles so wie erhofft. immer noch verworren, wenn auch anders. gelöster.

schneelos.

Sonntag, den 21. Oktober 2007

da hat mir doch der wetterbericht schnee versprochen und mich damit indirekt bitter enttäuscht: ich hab keine einzige flocke gesehen. und es soll tatsächlich welche gegeben haben. dabei hätte mich schnee durchaus über die plötzliche kälte hinweggetröstet, so wie ich den doch liebe. naja, immerhin hat mich so kein starren ins schneetreiben vom lernen übers lernen abhalten können. jaja, man soll immer alles positiv sehen.

automatisch.

Sonntag, den 14. Oktober 2007

irgendwie erstaunlich, wie man einfach funktionieren kann, wie einfach alles automatisch von sich geht. arbeiten, lernen, arbeiten, lernen. absurd. und: mein kopf bald schon so übervoll wie bei der lernerei vor einem jahr. also gefühlsmässig.

der preis, offenbar: keine zeit zum nachdenken, zum leben und dergleichen. herbst, zum beispiel.

das macht’s nicht besser, im fall. denn ausbeute bisher: hoffnungslos. aber absolutestens. verliere bäldestens jeglichen glauben an das vorhandensein von adäquanz. und unser masterplan lässt auch weiterhin auf sich warten. egal. alles später.

quasi unerschütterlich.

Sonntag, den 30. September 2007

arbeit ohne ende. also lernen insbesondere, zum versinken drin. absurderweise komme ich voran, trotz fehlender motivation. und dabei lerne ich doch gerade, wie wichtig selbige zum lernen ist. und ebenso fehlt inspiration. lernerei nur für die prüfung, ist klar. dabei würde ich gerne verstehen, um zu lernen fürs lehren. aber egal. ich reg mich nicht drüber auf.

ansonsten. voller kopf, volle ungewissheit. latent sich drehende gedanken, ohne ende. immer da, aber in den hintergrund geschoben. (vorgetäuschte) überzeugung dass jede möglichkeit gut sein wird. auch wenn ohne dich nichts vorstellbar ist. eigentlich. aber (fast) kein vollständiges taumeln, richtung unten jetzt gerade.

das berühmt werden für den moment auf eis gelegt. zumindest in dieser konstellation. abwarten. bis ich zeit dafür habe.

in gedenken an die philosophie also sozusagen ataraxie. wenn das nur immer so wäre. oder vielleicht doch nicht, das gefühl von gehalt fehlt auch so.

errungenschaften.

Sonntag, den 23. September 2007

einen turm erklommen, ganz alleine; trotz treppen aus uraltem holz, nur an einer seite an der innenseite des turmes befestigt, mit von unten durch ritzen durchschimmerndem licht, was meiner höhenangst insgesamt sehr zuträglich war. dennoch: aussicht wundervoll. ausserdem meinen geburtsort besichtigt, wohl zum ersten mal seither. bananenbaum vor riegelhäusern, wie absurd ist denn sowas? und ein schloss. ganz toll. aber alles kann nicht über die aufziehende einsamkeit hinwegtäuschen.

dann versinken in migräne. nichtstun. anderhalb tage vertan mit abwarten. tabletten essen, die nicht helfen. schlafen.

heute lernerei. lernen, wie das lernen funktioniert. oder so ähnlich. gefällt mir irgendwie gar nicht. zu durchdacht, die theorien, scheint mir etwas zu mechanisch dargestellt alles. aber egal, da muss ich durch, in sieben wochen ist die prüfung.

insgesamt also: gar nichts. nichts und wieder nichts. alles so leer und irgendwie sinnlos. blöd und öd. wie auch schon, ich weiss. es scheint mir, das einzige, was ich kann, worin ich gut bin, ist tagzuträumen. über dich natürlich. bringt nichts. ist eh ausweglos. aussichtslos sowieso.

dabei war doch grade alles gar nicht mal so schlecht? hab mich mit allem irgendwie abgefunden? wobei, vielleicht ist’s gerade das? sich abfinden kann’s ja nicht sein, oder, so auf die länge?

ok, ich brauch einen masterplan. dann kann ich irgendwann vielleicht auch den titel ernst meinen.