alles zum stichwort ‘musik‘

seelentrost.

Sonntag, den 6. Januar 2008

schön, dass es ausreicht, beethoven symphonien zu hören, um ein vorübergehendes tief und brodelnde, drohende überbordung der gefühle und gedanken einzudämmen und mich in eine ruhige, zufrieden, ja beinahe glückliche stimmung zu versetzen.

ludwig van.

Sonntag, den 11. Juni 2006

wieder mal einen film gesehen: a clockwork orange. obwohl absolut krasse szenen, aber sehr schön und auch total witzig. immer wieder erstaunlich, was es so alles gibt, was so toll ist und man noch nicht kennt. jedenfalls höre ich jetzt beethoven. aber sonst bin ich nicht wie alex, keine bange.

mondsucht.

Samstag, den 10. Juni 2006

grosser, wunderschöner (fast-)vollmond steht am himmel, sehnsucht erzeugend. silbernes glitzern der wehmut, jedoch ganz ohne traurigkeit.

schönheit ist balsam für die seele. obwohl sehnsucht schmerzhaft sein kann, auch mondsehnsucht.

etwas ein bisschen in richtung so schön, dass es weh tut.

jedenfalls das richtige für etwas lucio dalla, also dallamericaruso. schwelgen, schmelzen, aber nicht in melancholie versinken.

bin zwar alleine, aber nicht einsam. menschenmengen wären jetzt zuviel. zweisamkeit wäre was, aber eben.

früh schlafen heisst der plan. obwohl mondsucht schlaflosigkeit erzeugt.

schwebende musik.

Freitag, den 2. Juni 2006

schwebende leichtigkeit des seins und der gedanken, in der musik aufgehend, mich immer wieder erinnernd an alles.

toccata.

Donnerstag, den 1. Juni 2006

klarheit, schönheit, perfektheit. glanz von mathematisch anmutender konstruktion.

gedankenordner, konzentrationshilfe. also gut, da schreibförderlich.

trotz allem.

wäre doch nur das leben auch so.

p.s. (12:16) vielleicht ist das leben doch auch ein bisschen so. denn an den richtigen stellen taucht dann doch immer wieder gutes und glück auf.

vollmondsamstagabend.

Samstag, den 13. Mai 2006

manchmal trifft einen die sinnlosigkeit eines abends. und macht einen irgendwie traurig. so melancholisch. weil sich sinnlos fühlen ist nicht unbedingt das schönste, nicht etwas, was man sich so auswählen würde.

habe also den abend mit fernsehen verbracht. total sinnlos. die auswahl mangels kabel war die folgende: unsägliches lotteriespiel, was ich seit jahren nicht mehr gesehen habe und was noch schlechter, schlimmer und doofer ist, als ich’s in erinnerung hatte, da ausgerichtet für rentner. oder dann zuerst bericht über fussballspiel mit heftigen ausschreitungen und nachher reportage über catering-services. was soll man dazu sagen. (das fussballspiel selber meine ich damit übrigens nicht. der schluss war sehenswert. und das hab ich auch.) ja ich weiss, samstagabend soll man wohl nicht vor dem fernseher verbringen. war heute allerdings zu beschäftigt um mir was anderes zu organisieren. egal. so weit.

zu sagen gäb’s jedenfalls vieles über das fernsehen, über den kulturverlust, welcher selbst in solch auf ein breites publikum ausgerichteten produktionen einigermassen erstaunt. aber das alles ist der worte eigentlich gar nicht wert. drum nur so viel: eine gewisse ferienecke dieses landes tut sich in letzter zeit gewaltig hervor, das muss man schon sagen. zuerst der mister biobauer. und jetzt dieser typ mit fussball-hymne. dessen auftritt im fernsehen fand ich zuerst mässig bis nervig. weil das lied auch allerhöchstens mässig ist. ok, das muss es ja sein. aber trotzdem. als er dann geredet hat, wurde es eher noch schlimmer. aber die politischen parolen auf seinem bauch am schluss haben das ganze wieder etwas ins lot gerückt. so bin ich mit der ferienecke wieder etwas versöhnter. was gut ist, z.b. wegen des bezaubernden dialekts.

jedenfalls habe ich jetzt sehr genug vom fernsehen. würde gern was schönes tun. aber was nur? es regnet immer noch. und draussen sind hier sowieso höchstens randalierende teenager. auf fussballfeier habe ich auch keine lust. lesen wäre nett. doch erstens habe ich das schon den ganzen nachmittag gemacht, wenn auch keine belletristik, und zweitens müsste ich dazu noch ein buch zum lesen finden. hab nämlich grad keins. zum film schauen habe ich grade auch nicht die ruhe. hmm. so sitze ich also wieder mal vor dem computer und schreibe. höre dazu meine zur zeit liebste kitschige musik, die sehr schön ist.

der grund, weshalb dieser abend eben eigentlich gefeiert gehört, ist dass vollmond ist. da kann ich nie einschlafen. da wär’s doch schön, ein projekt zu haben. um der mondsucht zu frönen. was ich jetzt doch noch in irgendeiner form tun werde. denn bei vollmond ist melancholie schön, sie gehört dazu.