alles zum stichwort ‘poesie‘

schneeball.

Freitag, den 8. Januar 2010

ich trete auf die strasse, gehe gedankenverloren durch die kälte, vermisse die schneeflocken, die aus dem hauch so ganz richtiges weiss machen würden. “he!” ruft es mir da zu, von der seite, ich drehe mich um und sehe einen etwa dreijährigen. verwundert schaue ich ihn an, kann mich nicht erinnern, ihn zu kennen. er läuft strahlend auf mich zu, kommt immer näher, meine verwunderung wächst. knapp zwei meter vor mir bleibt er stehen und bewirft mich, mit einem kleinen, festen, runden schneeball. ich lache, schaue auf die stücke, die auf den boden fallen, nehme eins, das grösste, in die hand und werfe es zurück. der kleine strahlt weiter, schaut mich an. und dann doch, er nimmt eins der schneestücke und wirft nochmal, immer noch strahlend. ich lache auch, gehe weiter, denke, dass es genau so sein muss und freue mich.

grau.

Montag, den 7. Dezember 2009

grauer tag.
wettermässig, sonst nicht, ist klar.
jedenfalls. sonnenuntergang, völlig farblos, unspektakulär, in grau. tonangepasst.
kalt, nass.
grau.
schmutzig, irgendwie.

nebelgrenze.

Freitag, den 4. Dezember 2009

sonne im nebel. licht und diffus, hell blendend. kalt. erstarrte tröpfchen, kaum spürbar, im licht sichtbar vielmehr. glitzernd und leuchtend, tanzend, schwebend. glücklich.

novemberregen.

Mittwoch, den 4. November 2009

blätter, zertreten und glänzend vor nass, matt von buntgewesenem braun. diffus und eigentlich dreckig. oben, der himmel klar. nicht blau, gar nicht immer, aber sauber und klar, fast beängstigend und kristallen. erneuter regenguss, vermischt alles, verwaschen im nass.

farben, auch primär.

Mittwoch, den 7. Oktober 2009

die leere der bäume lässt das licht grösser werden, oder zumindest golden. die buntheit allerdings ansatzweise diffus und pastellbraun. sommerklebrigkeit in herbstfarben.

baustellenmobiliar in einer sonnenüberfluteten primären buntheit wie kinderspielzeug. absicht oder ironie?

am rande des platzregens.

Montag, den 17. August 2009

hitze, unerträglich, das denken lähmend. vorbeiziehende gewitterzelle, endlich, aber einzeln und klein. am rand mich streifend. grosse platzregentropfen. den duft nach staubigen strassen im regen bringend. ein hauch von windstoss. prasseln, leise, schon wieder wegziehend. die sehnsucht noch mehr weckend, unbefriedigtes verlangen nach abkühlung.

mild.

Freitag, den 31. Juli 2009

das licht ist gekippt. in weich, immer noch warm, aber milder, sanfter, so spätsommrig. nicht mehr so stechend hell und blau. windig ist’s, ein vorbote der herbststürme wohl.

meine nervosität legt sich. manchmal. nachher mehr. ja absurd, aber das ist falschrum, im fall. jedenfalls alles gut und schön, meine berge erwarten mich.

gewitternacht.

Dienstag, den 28. Juli 2009

schwarzglänzende strassen in der nacht, mit glitzerfunken wie sterne, die aber regentropfen sind, im lichte der strassenlampen. durchflitzen auf zwei rädern, nass werden, aber nicht sehr, und kalt, nur ein bisschen. blitze am himmel, aber kaum donner. grossartig.

sommerregen.

Mittwoch, den 15. Juli 2009

spätabends endlich, das langersehnte platzregengewitter, wolken zerbrechend, blitzend und laut donnernd, die schwüle und das kopfweh vertreibend.

am morgen dann die regenpause erwischen, zufällig.

so mag sogar ich regen.

regennass.

Mittwoch, den 27. Mai 2009

nass, vom regen.