noch mehr abendwolken, in bunt.
Dienstag, den 6. Juli 2010




ich trete auf die strasse, gehe gedankenverloren durch die kälte, vermisse die schneeflocken, die aus dem hauch so ganz richtiges weiss machen würden. “he!” ruft es mir da zu, von der seite, ich drehe mich um und sehe einen etwa dreijährigen. verwundert schaue ich ihn an, kann mich nicht erinnern, ihn zu kennen. er läuft strahlend auf mich zu, kommt immer näher, meine verwunderung wächst. knapp zwei meter vor mir bleibt er stehen und bewirft mich, mit einem kleinen, festen, runden schneeball. ich lache, schaue auf die stücke, die auf den boden fallen, nehme eins, das grösste, in die hand und werfe es zurück. der kleine strahlt weiter, schaut mich an. und dann doch, er nimmt eins der schneestücke und wirft nochmal, immer noch strahlend. ich lache auch, gehe weiter, denke, dass es genau so sein muss und freue mich.
grauer tag.
wettermässig, sonst nicht, ist klar.
jedenfalls. sonnenuntergang, völlig farblos, unspektakulär, in grau. tonangepasst.
kalt, nass.
grau.
schmutzig, irgendwie.
sonne im nebel. licht und diffus, hell blendend. kalt. erstarrte tröpfchen, kaum spürbar, im licht sichtbar vielmehr. glitzernd und leuchtend, tanzend, schwebend. glücklich.
blätter, zertreten und glänzend vor nass, matt von buntgewesenem braun. diffus und eigentlich dreckig. oben, der himmel klar. nicht blau, gar nicht immer, aber sauber und klar, fast beängstigend und kristallen. erneuter regenguss, vermischt alles, verwaschen im nass.
die leere der bäume lässt das licht grösser werden, oder zumindest golden. die buntheit allerdings ansatzweise diffus und pastellbraun. sommerklebrigkeit in herbstfarben.
baustellenmobiliar in einer sonnenüberfluteten primären buntheit wie kinderspielzeug. absicht oder ironie?
hitze, unerträglich, das denken lähmend. vorbeiziehende gewitterzelle, endlich, aber einzeln und klein. am rand mich streifend. grosse platzregentropfen. den duft nach staubigen strassen im regen bringend. ein hauch von windstoss. prasseln, leise, schon wieder wegziehend. die sehnsucht noch mehr weckend, unbefriedigtes verlangen nach abkühlung.